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Schöppinger gebt Plastik!

September 8, 2010

DIE SOZIALE PLASTIK “Haltestelle” Schöppingen

August 3, 2010

Die nächste DSP-Aktion findet am 19. September in Schöppingen, NRW statt. Brandstifter wird im Künstlerdorf zur Eröffnung der “Grünen Meile” einen Aktionstand betreiben und Flaschenpfand für ein Soziales Projekt mit Jugendlichen der Initiative “Haltestelle” plastizieren. Die Aktion wird über Franz- Josef Gausling vom  Bürgerbüro Schöppingen weitergeführt.

500 € an AK Kinderbunt

August 2, 2010

BRANDSTIFTUNG Kita Feldbergplatz

June 15, 2010

Samstag 19. Juni 2010, 15h, Feldbergplatz 4, 55118 Mainz

Feierliche Übergabe der durch Aktion DIE SOZIALE PLASTIK erzielten Pfandwerte zum Spieltag KITA IN BEWEGUNG. Die Kunstaktion mit sozialem Hintergrund wurde vom Pfandraiser mit Unterstützung von freiwilligen Plastikpfandflaschen-SpenderInnen seit 2007 in Mainz – zuletzt KUNST DIREKT – und New York exemplarisch durchgeführt und platzierte sich in der Finalistenrunde als Kunstaktion zum Weltklimagipfel in Kopenhagen. Das Geld wird Kindern aus der Neustadt dazu verhelfen, kulturelle Veranstaltungen, etwa ein Kindertheater, zu besuchen.


Begonnen hatte die Soziale Plastik im Kunstquartier Boppstraße anläßlich der Feierlichkeiten zum 135jährigen Bestehen der Neustadt, war 2008 Bestandteil des Open Ohr Festivals und Inhalt des Kultursommerprojektes 31 TAGE SOZIALE PLASTIK mit zahlreichen Rahmenveranstaltungen und abschließender Versteigerung in der Walpodenakademie des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V. Während meines sechsmonatigen Stipendiums als Bildender Künstler von Schloß Balmoral, Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur in New York hatte 2009 THE SOCIAL PLASTIC sogar ein Intermezzo in Chinatown, Manhattan, um schließlich 2010 in der Rheingoldhalle für den obengenannten Spendezweck abgeschlossen zu werden.

DIE SOZIALE PLASTIK soll an anderen Orten fortgeführt werden – so landete das Konzept bei der Ausschreibung zum Weltklimagipfel in Kopenhagen 2009 unter den Finalisten. Ziel ist es, durch eine Kunstaktion mit sozialem Hintergrund exemplarisch über die (neue) Armut in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen und mit dem Plastikpfandspendern über Müll, Kunst und Recycling zu diskutieren. Der Titel bezieht sich auf den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys, dass jeder Mensch durch kreatives soziales Handeln und Verhalten zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend auf die Gesellschaft einwirken kann.

DIE SOZIALE PLASTIK KUNST DIREKT 2010

March 4, 2010

SOZIALE PLASTIK = MÜLL? GELD? KUNST? UTOPIE?

Liebe Sammler & Spender,

ich bedanke mich hiermit herzlich für die sozialplastische Unterstützung an meinem Aktionsstand auf der Kunst direkt.

Die Übergabe des erlösten Plastikflaschenpfandes wird am 19. Juni in Mainz stattfinden.

Wenn ihr über die Soziale Plastik und weitere Aktionen vom V.E.B. Freie Brandstiftung per Email  informiert werden möchtet, dann schickt bitte eine Email an brand@brand-stiftung.net

Feurige grüße & keep in touch, Euer Stefan Brand-Stifter (Pfandraiser)

www.brand-stiftung.net

SOZIALE PLASTIK, Sonderpräsentation Stand 306

12.-14. März, 11-19h, Rheingoldhalle, Mainz

Frisch zurück aus New York wird der Balmoralstipendiat und interdisziplinäre Künstler Brandstifter seine Aktion Die Soziale Plastik auf der Mainzer Kunstmesse Kunst direkt fortsetzen. Dort werden von ihm nicht nur intermediale Arbeiten aus seinem Social Plastic Space in Manhatten präsentiert werden, sondern die Besucher vielmehr aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen, um gemeinsam eine soziale Plastik im Gutenbergfoyer zu errichten.

Teilnehmen kann jeder, der mindestens eine leere Plastikflasche mit dem deutschen Pfandwertsymbol an Brandstifters Aktionsstand persönlich abgibt und dafür von ihm ein handsigniertes und datiertes Künstlerzertifikat sowie eine Internetpräsenz auf https://thesocialplastic.wordpress.com/ erhält. Der pfandwerte Erlös des Werkes wird anschließend einer sozialen Einrichtung gespendet. Brandstifter startete diese kommunikative Aktion im Spannungsfeld zwischen Abfall, Recycling, Umweltschutz und Kunst mit einem Pilotprojekt 2007 in der Mainzer Neustadt, um es 2008 auf dem Open Ohr Festival und in einer vom Kultursommer Rheinland-Pfalz unterstützten vierwöchigen Aktion in der Walpodenakademie fortzusetzen. Während seines Aufenthaltes in New York 2009 als Stipendiat von Schloß Balmoral gelingt es ihm die renommierte non for profit art organization No Longer Empty Space für seine Aktion zu gewinnen, die ihm für drei Wochen ein leer stehendes Ladenlokal zwischen Lower East Side und Chinatown dafür zur Verfügung stellt, wo er angesichts der urbanen Müllentsorgungsprobleme und der prekären Verhältnisse der New Yorker Kunstschaffenden in Nachbarschaft mit orthodoxen Juden, Chinesen und lateinamerikanischen Immigranten auf reges Interesse stößt. Der Titel zitiert den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys, dass jeder Mensch durch kreatives soziales Handeln und Verhalten zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend auf die Gesellschaft einwirken kann.

www.brand-stiftung.net

King Poodle Max, East Broadway, Manhattan, in front of my SOCIAL PLASTIC SPACE

THE SOCIAL PLASTIC 2009

September 3, 2009

poster-for-web

Miguel, The Social Plastic Space, Manhattan

Hanging posters in Chinatown with Seb

Plastikos, broschure by Reynard Loki

DIE SOZIALE PLASTIK 2008

September 3, 2009

Rede zur Ausstellungseröffnung am 31. Aug. 08

Liebe Kunstfreundinnen und -freunde, der Name Brandstifter steht in der Mainzer Kunstszene für – wie ich meine – einen der umtrie­bigs­ten und in Experimentierfreude und Bandbreite kaum vergleichbaren Musiker, Performer, Aktions- und Multi­media­künstler.

Brandstifter als Künstlername steht für jemanden, der die Nase immer vorne hat, der am Puls der Zeit arbeitet, ihn fühlt und deutet, ohne dabei zeitgeistig zu werden oder scheinbaren Trends hinterher zu laufen.

Nein – der Brandstifter hat immer seinen eigenen Kopf, und das merkt man dem, was er seinen Zeit­genossen vorsetzt, auch an:

Es ist immer originell, manchmal auf den ersten Blick etwas schräg, aber immer wohl durchdacht – wenn auch vielleicht erstmal „um die Ecke gedacht“ und deshalb für uns nicht immer einfach zu verdauen.

Aber eines schafft der Brandstifter immer, bei mir zumindest:

Uns mit dem, worüber er nachgedacht und was er sich dann ausgedacht hat, selbst zum Nachdenken aufzu­fordern, Position beziehen zu lassen und vielleicht sogar zum Handeln zu bringen.

Und so geht es mir auch wieder bei seiner Aktion „Soziale Plastik“, die jetzt seit fast genau einem Jahr läuft und nun zum Höhepunkt und Abschluss kommen soll.

Als ich letztes Jahr im September zum 135-jährigen Jubiläum der Mainzer Neustadt in den Vorbereitungen zu einer Galerie steckte, mit der ich die Bandbreite der künstlerischen Aktivitäten in der Neustadt dokumentieren wollte, kam ich ins Gespräch mit dem Brandstifter, der auf jeden Fall dabei sein sollte.

Er schlug etwas Außergewöhnliches vor, mit dem ich mich erstmal anfreunden musste, nämlich ein Konzeptkunst­werk, das aus den Beiträgen, sprich aus den gespendeten Plastikflaschen der Ausstellungs­besucher, entstehen und immer weiter wachsen sollte. Er selbst wollte nur als Ideengeber oder „Stifter“, wie er sich ja selbst versteht, sehen.

Und er machte zugleich deutlich, dass die Aktion durch­aus nicht nur als eine ästhetische, sondern auch als eine die aktuelle gesellschaftliche Situation kommen­tierende Unternehmung zu begreifen sein sollte. Jeder von uns hat sie schließlich gesehen, die Menschen, die davon leben, dass sie durch die Stadt laufen und Pfandflaschen einsammeln.

Und hier setzt jetzt der künstlerische Blick des Brandstifters ein:

Er sucht nach einer Form der Darstellung, mit der er eine gesellschaftliche Entwicklung kommentieren kann, ohne zu belehren und zu bekehren, sondern mit der er im Gegenteil Freiräume schaffen kann, die es ermöglichen, unverkrampft mit einem so brisanten Thema umgehen zu können.

Was liegt für einen Künstler also näher als in die Kunstgeschichte einzutauchen und Fragen an sie zu stellen? Fragen, die möglicherweise schon einmal gestellt wurden und vielleicht sogar beantwortet wurden?

Was liegt näher bei einem Künstler, der sich in der Tradition von Dada, Fluxus und Situationismus verortet, als an dem Konzept der „Sozialen Plastik“ von Joseph Beuys anzudocken und zu fragen, ob und inwieweit es für unser heutiges Leben und Erleben einerseits und für den künstlerischen Ausdruck andererseits tragfähig ist? Zumal ja ein assoziativer Bezug durch den Begriff „Plastik“ mit seinen unter­schied­lichen Bedeutungen auf der Hand liegt.

Was also, das wäre die weitere Frage, wurde aus den politisch-künstlerischen Utopien von damals? Und: Ist es uns heute noch möglich, mit der Vorstellung leben zu können, dass jeder sich in einen gesellschaftlichen Trans­formations­prozess begibt und schöpferisch an der großen Vorstellung von der „Sozialen Plastik“, der Veränderung durch Kunst und mit Kunst, mitwirkt?

Dass letzten Endes jeder durch sein Handeln Künstler sein und als Künstler am gesellschaftlichen Leben Anteil haben kann?

Das sind die Fragen, die vom Brandstifter angerissen werden, wenn er seine Aktion in Anlehnung an den Beuysschen Begriff benennt. Wie sieht es mit der Antwort aus? Gibt es eine, kann es sie überhaupt geben?

Ich habe mich auch darüber wiederholt mit dem Bandstifter unterhalten und bin mir darüber klar geworden, dass es mit einer Antwort gar nicht so einfach ist, denn sie heißt: „Ja“ und „Nein“.

„Ja“, weil der Begriff der „Sozialen Plastik“ durchaus tragfähig sein kann, in unsere Zeit übertragen zu werden, wenn wir unser Handeln ganz unprätentiös als im steten Wandel begriffen erkennen und deshalb im Kleinen und im Großen als gesellschaftliche Interaktion und damit konsequenterweise auch Trans­formation.

Das heißt konkret, wenn wir dem Aufruf des Brandstifters folgen und Plastikflaschen bei ihm abgeben, wirken wir tatsächlich an etwas mit, das man als „Soziale Plastik“ bezeichnen kann.

Aber – und jetzt kommen wir zum „Nein“ an der Geschichte, aber: Ob damit auch eine gesellschaft­liche Utopie à la Beuys eingelöst werden kann, bleibt in jeder Hinsicht offen.

Bei allem guten Willen dürfen die Erwartungen an eine solche Aktion nicht zu hoch angesetzt werden, und so hat mich der Brandstifter in unseren Gesprächen auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Wir sollten also das, was der Brandstifter uns hier mit der Aktion „Soziale Plastik“ anbietet, durchaus ernst nehmen und Fragen an uns selbst stellen. Kunst, wenn es gute Kunst ist, hält dem Betrachter oder Publikum ja immer einen Spiegel vor und regt an, in sich selbst hinein zu horchen.

Wir sollten die „Soziale Plastik“ aber zugleich auch als spielerisches Angebot verstehen, bei allem Ernst des Themas uns frei zu machen und das Ganze sozusagen von „höherer Warte“ aus zu sehen – auch dies ist, wie ich meine, immer ein signifikantes Merkmal guter Kunst.

Also, worum geht es: Wir leben im Plastik-Zeitalter, der Verpackungsmüll nimmt immer gigantischere Ausmaße an, wir konsumieren immer mehr und immer schneller.

Wir denken zugleich immer weniger darüber nach, weil es selbstverständlich ist und weil sich alles so und nicht anders für uns entwickelt hat.

Und jetzt kommt da ein Aktionskünstler daher und macht uns auf das Banalste vom Banalen aufmerksam, auf Plastikflaschen, und fordert uns heraus, darüber nachzu­denken, was wir damit anstellen können: Ex und Hopp konsumieren oder innezuhalten und diesen Konsum als Metapher für unseren Lebensstil zu begreifen.

Und dann wird es ja interessant, denn was für den einen völlig bedeutungslos ist, ist für den anderen existenzielle Notwendigkeit. Oder: Was heute banal ist, könnte sich für jeden von uns morgen tatsächlich als unvermeidbar wichtig erweisen.

Wir leben in einer Zeit, in der jede Katastrophe denkbar ist, zugleich aber auch in einer Zeit, die unendlich viele Chancen offen hält.

Das heißt dann aber für uns: Wie gehen wir miteinander um? Wie schätzen wir uns selbst und unsere Mitbewohner auf diesem Planeten und unser Verhältnis zueinander ein?

Wie können wir uns selbst als jemanden verstehen, der durch sein Handeln dokumentiert, ob und inwieweit er sich mit sich im Reinen ist? Blicken wir pessimistisch oder optimistisch in die Zukunft?

Das sind Fragen, die wir uns stellen können und die – zumindest in mir – wachgerufen worden sind, als ich mich mit dem Brandstifter über seine „Soziale Plastik“ unterhalten habe.

Eines zumindest können wir als Antwort von Seiten des Künstlers mitnehmen: Wir können uns durch die Teilhabe an der Aktion, sprich durch die Spende von Pfand-Plastikflaschen, als Teil eines größeren künstlerischen Konzepts betrachten.

Jede und jeder, der in den nächsten vier Wochen hier weitere Flaschen spendet, erhält ein vom Künstler gestaltetes Zertifikat in Form einer nummerierten und gestempelten Quittung – wir sind hier schließlich in Deutschland – und darf sich damit als beglaubigtes Mitglied der Brandstifter-Community fühlen.

Und neben dem erhebenden Gefühl, selbst als Aktionär an der „Sozialen Plastik“ mitzuwirken, kann jeder sich auch noch über das gute Gefühl freuen, an einer wohltätigen Aktion teilgenommen zu haben: Der Erlös aus der Auflösung der Sammlung im Herbst dieses Jahres wird einem guten Zweck, nämlich einer Beihilfe für Schulkinder aus sozial schwachen Familien in der Zwerchallee, zufließen.

Insofern sind wir alle dazu aufgefordert, wie es so schön in der klassischen Kunstphilosophie heißt, das „Nützliche mit dem Angenehmen“ zu verbinden.

Was kann uns besseres passieren, als an einem Kunstwerk zu partizipieren und darüber hinaus auch noch gesellschaftlich wirksam, „sozial plastisch“ aktiv zu werden?

Dr. Hermann Stauffer

Schaufenster der Walpodenakademie

Pfandraising in der Walpodenakademie, Mainz

Plastic food? Eat Art by Barbara Rößler

Gast: (Glas-) Flaschenpostamt mit Dr. Treznok

Plastic Music, Vortrag mit DJ Martin Büsser

Auktionator RA Martin Malcherek

Versteigerung der Sozialen Plastik (Fotos: Hermann Stauffer)

Plastic Bottle Bath à la Dagobert Duck

Pilotprojekt DIE SOZIALE PLASTIK 2007

September 3, 2009

Hello world!

August 27, 2009

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